Charon alias Sensemann

Interview mit Charon, vom 10. Dezember 2006

Moderator: Guten Tag, Charon!
Charon: Guten Tag!
Moderator: Ihre Rolle in dem Buch ist ja nicht so fest definiert. Wie sind sie zu ihrer Rolle in diesem Buch gekommen?
Charon: Das war beim Casting. Da hatten sich die Autoren gerade für einen bestimmten Menschen entschieden, aber der verstarb dann plötzlich.
Moderator: Und wie ist man dann auf dich gekommen?
Charon: Ich war ja gerade da, als der gute Mann verschied.
Moderator: Besteht zwischen dem Dahinscheiden und deinem Auftreten ein kausaler Zusammenhang?
Charon: (grinst) Nette Frage, nächste Frage.
Moderator: Wolltest du in diesem Buch eine Rolle haben?
Charon: Klar! Das hat zwei Gründe: Erstens, bin ich noch zur Zeit der griechischen Mythologie Fährmann gewesen. Damals habe ich die Seelen in die Unterwelt gebracht und habe eine Ente kennengelernt, die meine Ansicht vom Leben schlichtweg revolutionierte.
Moderator: Barbara!
Charon: Genau!
Moderator: Und zweitens?
Charon: Bei diesem Buch handelt es sich um ein ganz neues Genre. Der Entenroman wird die Literatur neu definieren. Davon bin ich überzeugt. Dabei wollte ich mitmachen. Ein wenig verspreche ich mir davon auch eine Aufbesserung meines Rufes.
Moderator: Artemis spricht ja zwischendurch schlecht über dein Outfit. Was hat sie dagegen einzuwenden?
Charon: Das frag ich mich auch. Alle paar Jahre wechsel ich die Kutte. Neulich hörte ich ein schönes Lied von Adriano Celentano. Da habe ich mir den Typen mal genauer angesehen. Den fand ich cool, den Stil habe ich dann kopiert.
Moderator: Na, der wird gucken, wenn du ihn eines Tages abholen wirst.
Charon: Das glaube ich auch.
Moderator: Norbert war ja eine Weile deine Galionsfigur. Warum ist er das nicht länger geblieben?
Charon: Seine Geschichten gingen mir auf den Geist.
Moderator: Das kann ich verstehen. Charon, vielen Dank für dieses Gespräch.